Warning: session_start(): Cannot start session when headers already sent in /var/www/html/includes/auth.inc.php on line 2

ABMAHNUNG VON MITARBEITERN

und was Sie dazu wissen sollten
Die Abmahnung eines Mitarbeiters

Werden die arbeitsvertraglichen Pflichten durch den Mitarbeiter nicht eingehalten, könnte eine Abmahnung notwendig sein. Doch das Gesetz verlangt auch hier die Einhaltung vieler Vorschriften.

Arbeitsrecht

DIE ABMAHNUNG DES MITARBEITERS

Das Arbeitsverhältnis regelt das rechtliche und soziale Verhältnis zwischen einem Arbeitgeber und einem Arbeitnehmer. Sie ist eine wichtige Beziehung, die reibungslos funktionieren sollte, damit der Arbeitsalltag für beide Beteiligten so angenehm wie möglich gestaltet werden kann. Wird durch den Arbeitnehmer eine Pflicht verletzt, so hat der Arbeitgeber meist Zweifel, ob und wie er auf diese Pflichtverletzung reagieren soll. Er könnte zum einen die Pflichtverletzung hinnehmen, um Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen oder radikal, je nach Verletzungsgrad, zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses übergehen. Als mittleren Weg gibt es die Möglichkeit der Abmahnung des Mitarbeiters.

Was ist eine Abmahnung? Eine Abmahnung ist ein einseitiger Hinweis des Arbeitgebers gegenüber seinem Arbeitnehmer hinsichtlich dessen Pflichtverstoß. Bei dem Pflichtverstoß muss es sich um einen Verstoß gegen die arbeitsvertraglichen Pflichten des Arbeitnehmers handeln.

Wie erfolgt eine wirksame Abmahnung von Mitarbeitern? Eine Abmahnung bedarf nicht der Schriftform. Eine mündliche Abmahnung ist ebenso wirksam. Zu Beweiszwecken ist die Schriftform jedoch ratsam.

Abmahnungsberechtigt ist in einem Unternehmen jeder, der dem betroffenen Arbeitnehmer Anweisungen zu Ort, Zeit sowie Art und Weise der Arbeitsleistung erteilen darf. Auch diejenigen Personen, die zum Ausspruch der Kündigung gegenüber dem betroffenen Arbeitgeber berechtigt sind, können eine Abmahnung aussprechen.

Grundsätzlich ist der Ausspruch einer Abmahnung nicht an eine Frist gebunden. Dies ist weder vom Gesetzgeber noch von der Rechtsprechung gewollt. Aber zu beachten ist die Möglichkeit der Verwirkung des Rechts zur Abmahnung. Von einer Verwirkung ist dann auszugehen, wenn der Arbeitgeber über einen längeren Zeitraum nach dem Pflichtverstoß des betroffenen Arbeitnehmers diesem gegenüber den Anschein erweckt ihm verziehen zu haben. Eine Verwirkung ist oft dann anzunehmen, wenn der Arbeitgeber sich widersprüchlich verhält: Dies könnte zum Beispiel dann vorliegen, wenn der Arbeitgeber eine längere Zeit das Verhalten des Arbeitnehmers ohne Beanstandungen hinnimmt und ihm damit signalisiert, dass er mit dessen Verhalten einverstanden ist. Eine andere Konstellation der Verwirkung wäre die Beförderung des Arbeitnehmers nach einer arbeitsvertraglichen Pflichtverletzung. In beiden Konstellationen ist ein widersprüchliches Verhalten zu erkennen.

Auch das bloße Untätigbleiben des Arbeitgebers geht zu Lasten des Arbeitgebers. Denn wenn der Arbeitgeber nicht reagiert und das Verhalten des Arbeitnehmers hinnimmt, läuft er Gefahr auch in Zukunft das Verhalten als vertragsgerecht akzeptieren zu müssen.

Eine Anhörung des Mitarbeiters vor der Abmahnung ist in der Privatwirtschaft nicht erforderlich, wohingegen Mitarbeiter im öffentlichen Dienst dazu eine Gelegenheit erhalten müssen.

Holen Sie sich Unterstützung

SIE HABEN NOCH FRAGEN?

Online Termin vereinbaren

Buchen Sie direkt online Ihren Termin für eine kostenlose Erstberatung. Der für Sie zuständige Rechtsanwalt wird Sie dann zu dem von Ihnen ausgewählten Termin anrufen.

Antworten per WhatsApp

LEGAL SMART beantwortet rechtliche Fragen auch per WhatsApp. Schreiben Sie uns einfach an und stellen Sie Ihre Frage. Antworten gibt es anschließend direkt auf Ihr Handy.

LEGAL SMART Anwaltshotline

Viele Fragen lassen sich mit einem Profi in einem kurzen Gespräch rechtssicher klären. Mit der LEGAL SMART Anwaltshotline steht Ihnen unser Anwaltsteam für Ihre Fragen zur Verfügung. Bundesweite Beratung über die kostenlose Anwaltshotline unter 030 - 62 93 77 980.

Abmahnung des Mitarbeiters

ZULÄSSIGE ABMAHNGRÜNDE

Obwohl Arbeitgeber prinzipiell das Recht haben, Arbeitnehmer abzumahnen, kann eine Abmahnung nur dann ausgesprochen werden, wenn es dafür einen stichhaltigen Grund gibt. Dabei können Abmahnungen nicht für jede Art des Fehlverhaltens am Arbeitsplatz ausgesprochen werden, sondern nur, wenn ein Arbeitnehmer gegen Pflichten aus dem Arbeitsvertrag verstoßen hat. Ob dabei nur willentliches oder auch unwillentliches Fehlverhalten abgemahnt werden kann, ist umstritten. Spätestens dann, wenn eine Abmahnung für die Rechtfertigung einer Kündigung herangezogen wird, spielt die Frage der Vorwerfbarkeit jedoch eine entscheidende Rolle.

Zu den häufigsten Gründen für eine Abmahnung zählen unter anderem Arbeitsverweigerung, Unpünktlichkeit, Alkohol am Arbeitsplatz und Diebstahl. Nur weil diese Vergehen in der Regel „abmahnfähig“ sind, bedeutet das aber noch nicht, dass der Arbeitgeber in jedem Fall berechtigt ist eine Abmahnung auszusprechen. Alle Einzelfälle müssen daraufhin geprüft werden, wie schwerwiegend das jeweilige Fehlverhalten wirklich war und ob es tatsächlich die Schwelle zur Vertragsverletzung erreicht.

So kann ein Arbeitgeber beispielsweise keine Abmahnung aussprechen, wenn ein Arbeitnehmer krankheitsbedingt fehlt und deshalb seiner Arbeit nicht nachkommen kann.

Denn der Mitarbeiter hat die Nichterfüllung seiner Aufgaben in diesem Fall nicht selbst verschuldet oder wissentlich in Kauf genommen. Anders zu bewerten kann es dann sein, wenn der Mitarbeiter es versäumt hat, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung einzureichen oder der Arbeit einfach ferngeblieben ist, ohne seinen Arbeitgeber über seine Krankheit zu informieren. Da es sich hier womöglich um einen Verstoß gegen vertraglich geregelte Prozesse handelt, kann eine Abmahnung durchaus in Frage kommen.

Ähnlich verhält es sich bei Abmahnungen wegen sogenannter Schlechtleistung. Erbringt ein Arbeitnehmer im Vergleich zu anderen Arbeitnehmern, welchen dieselben oder vergleichbare Aufgaben übertragen sind, regelmäßig schlechte Leistungen über einen längeren Zeitraum hinweg, dann kann man erwägen, den Arbeitnehmer abzumahnen. Für die Rechtmäßigkeit der Abmahnung ist allerdings auch in diesem Fall entscheidend, wie schwer das Fehlverhalten des Arbeitnehmers wiegt und wie es zustande gekommen ist. Nur weil ein Mitarbeiter weniger leistet oder mehr Fehler macht als seine Kollegen, kann er dafür nicht per se abgemahnt werden. Auch hier muss entweder klar erkenntlich sein, dass eine Absicht vorliegt oder, dass die jeweiligen Fehler so schwer wiegen, dass sie eine Abmahnung unumgänglich machen.

Mitarbeiterabmahnung

CHECKLISTE FÜR EINE WIRKSAME ABMAHNUNG

Detaillierte Sachverhaltsdarlegung
Schildern Sie den genauen Sachverhalt, den der Arbeitgeber abmahnen will. Hierbei sollte das Datums, die Uhrzeit, die genaue Örtlichkeit des vertragswidrigen Verhaltens und die Aufzählung der betroffenen Personen und weitere Umstände benannt werden.

Bezeichnung des Pflichtverstoßes
Bezeichnen Sie den Pflichtverstoß so konkret wie möglich. Eine präzise Beschreibung des Verstoßes ist auch ausreichend, wenn sich hieraus erkennen lässt, welcher Verstoß hier Gegenstand der Abmahnung ist.

Keine Entschuldigungsgründe
Sie müssen ausführen, dass es für das Verhalten des Arbeitnehmers keine Entschuldigungsgründe gibt oder evtl. vom Arbeitnehmer vorgebrachte Entschuldigungsgründe für das Fehlverhalten nicht ausreichend sind.

Pflichtverstoß nicht akzeptieren
Sie müssen unmissverständlich zum Ausdruck bringen, dass der Pflichtverstoß missbilligt und nicht akzeptiert wird.

Androhung der Kündigung
Sie müssen den Arbeitnehmer auf die möglichen Konsequenzen weiterer Pflichtverletzungen aus dem Arbeitsvertrag hinweisen. Dies erfolgt regelmäßig dadurch, dass die Kündigung bei Wiederholung des Verhaltens angedroht wird. Hierdurch soll die Warnfunktion der Abmahnung für den Arbeitnehmer erkennbar werden und die Kündigung als Konsequenz eines gleichartigen Verstoßes unmissverständlich dargelegt werden.

VORTEILE

LEGAL TECH PLUS

LEGAL SMART | Die innovative Legal Tech Kanzlei aus Berlin vereint alle Vorteile. LEGAL SMART vereint sämtliche Vorteile einer klassischen Anwaltskanzlei mit dem userfreundlichen Angebot eines Legal Tech Unternehmens. Wir haben unsere Prozesse wie ein Legal Tech Unternehmen ausgerichtet und können Sie trotzdem mit der Kompetenz einer Rechtsanwaltskanzlei in allen Fragen des Wirtschafts- und Zivilrechts beraten.

Wie geht das? Wir entwickeln seit Jahren innovative Technologie, welche uns bei der täglichen Arbeit für optimale und schnelle Ergebnisse für unsere Mandanten unterstützt oder die wir Ihnen direkt online zur Verfügung stellen können.

LEGAL SMART ist eine im Wirtschats- und Zivilrecht tätige Rechtsanwaltskanzlei und berät und vertritt Unternehmen und Verbraucher im vorgerichtlichen wie im gerichtlichen Verfahren. Dabei entwickeln wir für unsere Mandanten immer eine auf den wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtete Strategie; wir sprechen eine klare Sprache mit unseren Mandanten und begleiten Sie regelmäßig auch bei der Umsetzung der erzielten Ergebnisse.
Legal Tech wird dort angeboten, wo für ein bestimmtes rechtliches Problem eine Lösung unter Einsatz einer Online-Assistenten möglich ist. Legal Tech zeichnet sich dabei dadurch aus, dass schnelle Lösungen erzielt werden und das Problem komplett abgegeben werden kann. Aber warum sollte das nur außerhalb einer Anwaltskanzlei möglich sein? Das haben wir uns auch gedacht und deshalb mit der hohen Kompetenz unserer Rechtsanwälte für unsere Mandanten schnelle Lösungen in Anwaltsqualität entwickelt. Nutzen Sie unsere einfachen Online-Assistenten und wir erledigen den Rest für Sie.
Digitale Rechtsprodukte sind ein Teil der Zukunft des Rechtsmarkts. LEGAL SMART war die erste Rechtsanwaltskanzlei in Deutschland, die digitale Rechtsprodukte angeboten hat, um Mandanten jederzeit online verfügbare Lösungen in Anwaltsqualität zur Verfügung zu stellen. Und unser Team entwickelt dort stämdig neue Lösungen, wo die Ergebnisse online und offline dieselbe Qualität aufweisen und für den konkreten Einzelfall geeignet sind.
Bei LEGAL SMART arbeiten Anwälte mit Visionen und dem Ziel, die Zukunft des Rechtsmarkts neu zu gestalten. Sie werden durch innovative, junge Leute aus verschiendenen Bereichen unterstützt, um durch effiziente Prozesse immer wieder neue Wege zum besten Rechtsschutz zu finden. Denn wir glauben, dass nicht nur Start-Ups innovativ sein können.
LEGAL SMART RECHTSPRODUKTE

ANWALTLICHE LEISTUNG ZUM FESTPREIS

LEGAL SMART Rechtsprodukt DSGVO Website Update
249,00 €

DSGVO Website Update

Das Update für Ihre Website nach den Anforderungen der DSGVO und haben Sie keine Angst vor Abmahnungen oder Bußgeldern.

LEGAL SMART Rechtsprodukt Vertragscheck
299,00 €

Vertragscheck

Machen Sie keine Kompromisse. Lassen Sie Ihren Vertrag anwaltlich prüfen, bevor Sie ihn unterschreiben. Professionell und zum Festpreis.

LEGAL SMART Rechtsprodukt Anwaltliche Erstberatung
149,00 €

Anwaltliche Erstberatung

Lassen Sie sich umfassend und invidiuell beraten zu Ihrer rechtlichen Frage. Fast 85% aller rechtlichen Probleme lassen sich bereits mit der anwaltlichen Erstberatung klären.

MEHR PRODUKTE Anwaltliche Leistung zum Festpreis

LEGAL SMART Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

LEGAL SMART ist die Legal Tech Kanzlei für wirtschaftsrechtliche Themen. Durch konsequente Prozessoptimierung interner und externer Prozesse bieten wir neue Lösungen für verschiedene Fragestellungen. So ist das Recht für jeden zugänglich; schnell, digital und trotzdem mit der Expertise und Kompetenz einer erfahrenen Wirtschaftsrechtskanzlei. Denn Legal Tech ist mehr als nur der Einsatz von Technologie. Legal Tech ist die Bereitstellung juristischer Kompetenz.